Lausitzer Rundschau vom 02. Februar 2010

Ergreifender Chorgesang für Haitis Erdbebenopfer

Klettwitz/Brieske. Die beiden Benefizkonzerte von vier Chören aus Senftenberg, Lauchhammer, Schipkau und Klettwitz am vergangenen Wochenende haben einen Spendenerlös in Höhe von 1200 Euro eingebracht, der den Erdbebenopfern von Haiti zugute kommen soll. Sven Irrgang, Leiter des Konzertchores Senftenberg und des Stadtchores Lauchhammer, freute sich über diesen großen Erfolg.

Foto: Hirschfeld

Die Konzerte im Kulturhaus Klettwitz und in der Martin-Luther-Kirche in Brieske wurden von 65 Sängerinnen und Sängern vom Konzertchor Senftenberg, Stadtchor Lauchhammer sowie Volkschor Schipkau unter der Leitung von Karl-Heinz Perlewitz bestritten. Viele der Konzertbesucher wollten mit ihrem Kommen demonstrieren, dass das Leid der Menschen in Haiti auch zehntausende Kilometer entfernt in der Lausitz die Menschen bewegt. Wie zum Beispiel Christina Sust und ihre Tochter Beate Heinze. „Das alles lässt uns nicht kalt. Da muss man einfach was tun“, so Christina Sust.

Beate Winkelmann, Sängerin im Konzertchor Senftenberg, verriet, dass sie noch nicht allzu lange im Chor singe. „Es ist mein erstes Benefizkonzert. Als ich hörte, dass wir für die Erdbebenopfer von Haiti einen Spendenbeitrag einsingen wollen, gab es für mich gar keine Frage, mitzumachen“, sagte sie in der Briesker Kirche.

Chöre halten sich nicht raus

Chorleiter Sven Irrgang, von dem die Idee für die beiden Benefizkonzerte stammte, sagte: „Als ich die ersten Fernsehbilder von dieser furchtbaren Katastrophe sah, hatte ich spontan die Idee, dass wir Chöre uns da nicht raushalten dürfen. Wir wollen auf unsere Art einen kleinen Hilfsbeitrag leisten.“ Auch Pfarrerin Angelika Scholte-Reh unterstützte gern das Ansinnen der Sänger. „Natürlich haben wir uns sehr über die Anfrage gefreut, ein Benefizkonzert in unserer Martin- Luther-Kirche stattfinden zu lassen. Es ist unsere Pflicht, den Überlebenden der Erdbebenkatastrophe zu helfen, denn schließlich sind wir alle Gottes Geschöpfe.“

Jedem Sänger und jeder Sängerin der drei Chöre merkte man ihre Anspannung, für etwas Besonderes zu singen, an. Ob deutsches Volkslied, englische Spirituals, schwermütige russische Weisen oder jiddische Folklore – den Chören gelang es sehr gut, den Funken auf das Publikum überspringen zu lassen.

Solistische Vorträge

Einige der Chorsänger nahmen die Gelegenheit wahr, sich auch als Solisten vorzustellen. So trug Steffi Pötzsch vom Stadtchor Lauchhammer auf berührende Weise das englischen Liebeslied „The rose“ vor. Den Abschluss des Benefizkonzertes im Briesker Gotteshaus bildete das optimistische Lied „Abendfriede“, einfühlsam vom Konzertchor Senftenberg gesungen.

Heinz Hirschfeld

 

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