Jan Staněk motiviert für Sonntagskonzert

100 Stimmen bieten am Sonntag auch selten aufgeführte geistliche Musik

"Genießen wir die Harmonien, liebe Freunde!" Mit einer solchen Aufforderung hatte der renommierte tschechische Chorleiter Jan Staněk die Sängerinnen und Sänger zum Konzert vor zwei Jahren eingestimmt. Da sich die Senftenberger Peter-Paul-Kirche damals noch im Bau befand, wurde das einstudierte Programm in der Briesker Martin-Luther-Kirche aufgeführt.

Jan Staněk beim vergangenen Workshop; Foto: Gabriele Philipp

Aber nun ist es wieder so weit. 100 Stimmen werden in der Senftenberger Kirche am morgigen Sonntag um 15.30 Uhr zu hören sein. Alle zwei Jahre und nun zum vierten Mal haben verschiedene Chöre in der Region das Glück, mit Jan Staněk in einem dreitägigen Workshop arbeiten zu können. Dazu gehören der Konzertchor Senftenberg, der Volkschor Schipkau, der Stadtchor Lauchhammer, erstmalig der Hoyerswerdaer Kammerchor sowie zusätzliche Sänger der Niederlausitzer Singakademie, aus Senftenberg und Umgebung.

Welche Klangfülle, Genauigkeit, Aussprache und Musikalität in dem zu erarbeitenden Chorauftritt stecken müssen, um ein Publikum zu begeistern, versteht Jan Staněk, in eindringlicher Weise den Workshop-Teilnehmern immer wieder zu vermitteln. Chormitglieder erinnern sich noch gut an vergangene Treffen. Alle hätten in dieser Zeit sehr viel gelernt und profitieren bis heute davon. 

Der Organisator des Workshop-Wochenendes, Sven Irrgang, kennt Jan Staněk seit 2003, ist mit ihm befreundet und hat zahlreiche Seminare mit ihm erlebt. "Für mich und die Chöre ist es immer wieder ein ganz außergewöhnliches Erlebnis, Jan zu treffen. Er vermittelt nicht nur Musik und inspiriert, er lebt sie vielmehr, er selbst ist Musik", sagt er.

Jan Staněk ist jedes Wochenende zu Chören in Deutschland, Tschechien, Österreich, Südtirol und der Schweiz unterwegs. Auf die Frage, woher er die Kraft nimmt, erklärt der studierte Physiker, den Sinn seines Lebens im Chorgesang gefunden zu haben. Das mache ihn zu einem glücklichen Menschen. Genau das strahlt er aus und versteht es, auf eine besondere Art, die Sänger mitzureißen, zu begeistern und zu Hochleistungen zu motivieren. 

Im Konzert am morgigen Sonntag bieten die Chöre zuerst einen kurzen Ausschnitt ihres jeweiligen Repertoires. Gemeinsam singen dann 100 Stimmen die erarbeitete Chorliteratur mit African Songs, Gospels und Stücken aus Tschechien, der Heimat Jan Staněks. Es wird auch selten aufgeführte geistliche Musik zu hören sein. Dazu gehören zum Beispiel das "I omnis una" des lettischen Komponisten Urmas Sisask, der sich vor allem mit gregorianischem Gesang für gemischte A-cappella-Chöre beschäftigt, und das "Amin" des rumänischen Komponisten Dorn Popovici.

Viele Sänger, außergewöhnliche Kompositionen, ein Dirigent der Sonderklasse, dazu die wunderbare Stimmung in der restaurierten Peter-Paul-Kirche – besser können Chormusikfreunde den Sonntagnachmittag nicht verbringen. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

gph1 Konzert der 100 Stimmen, Sonntag, 11. Mai, 15.30 Uhr, Peter-Paul-Kirche Senftenberg

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